Conjoncture économique: Pourra-t-on éviter la crise qui s’annonce ? – VoxEurop (français)

L’Allemagne entre en récession et les Etats Unis pourraient suivre ; la crise politique italienne s’aggrave ; les incertitudes liées au Brexit sont plus fortes que jamais ; la guerre commerciale entre la Chine et les Etats Unis se poursuit de plus belle ; Iran, Syrie, Venezuela, Hong Kong, Corée du Nord… les tensions géopolitiques continuent de s’accumuler… On a connu des rentrées placées sous de meilleurs auspices. L’Europe est-elle en mesure de réagir à ce nouvel avis de tempête ? Cela va dépendre pour une part essentielle de la capacité du gouvernement allemand à renoncer (enfin) aux dogmes imposés à la zone euro depuis dix ans.


This is a companion discussion topic for the original entry at https://voxeurop.eu/fr/2019/conjoncture-5123670

European economy will not be globally competitive unless it completely changes. It requires France and Germany to come to realization that their economic models have failed and European politicians have to stop arrogantly thinking that EU is so much better than others that EU can wrestle on the global arena with hands tied-up against competitors with free hands and still win - it would be difficult fight even with untied hands!

It is desirable to create fair, socially-responsible yet motivating environment for economic subjects, ditch unnecessary bureaucracy, unnecessary barriers in the internal market (and use diversity of EU members states as advantage rather than hindrance), etc… Issues like taxation, operation costs and environmental standards demands should European politicians communicate and harmonize on the global scale so that EU is not disadvantaged by much higher values than others. We could see how Trump reacted on French taxation of US companies by threatening to set tariffs on French wine and German cars (probably thinks that nothing more valuable is exported from these countries to the USA).

And, of course, EU should also study how it happened that other global players have taken lead over EU and how win it back. A good example is the technological sector where European companies have completely resigned on this sector despite it is the key sector in the current economy and absolutely necessary for the development. Thus China with its state-owned company Huawei that originally only re-produced Western products has become the only company able to quickly and cheaply implement 5G technologies around the world - and the world has thus accept risks stemming from that. And guess what: Huawei research centres are not only in Asia but also across EU countries, so EU brain trust is used to support global competitor’s companies and interests! Another example is South Korea, a country of 50 million inhabitants, that is home to many world leading companies products of which citizens around the world use every day. What is EU home to? Wine and tourism?

" It requires France and Germany to come to realization that their economic models…" Ich hoffe, dir ist der Unterschied zwischen dem französischen und dem deutschen Wirtschaftsmodell bewusst. Während im französischen Model der Fokus auf Staatsinterventionen liegt, bevorzugt das deutsche Modell den freien Markt. Staatliche Eingriffe sind nur vorgesehen, wenn der Wettbewerb behindert wird. Ich stimme mit dir darin überein, dass die Europäer auch wirtschaftlich global denken müssen. Europa ist keine Insel. Sie muss sich der Konkurrenz anderer Weltregionen stellen. Und die Bedingungen dort sind nur einmal andere als in Europa. Weder in China noch in den USA wird viel Rücksicht auf Arbeitnehmerinteressen genommen. Die Produktionskosten und Unternehmensabgaben dort sind teilweise wesentlich niedriger als in den großen europäischen Industrienationen (Löhne, Energie, Umweltauflagen etc.). Die technologische Förderung durch die hohen militärischen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben sind dort signifikant bedeutender.

Fortsetzung: Die Kapitalressourcen sind sowohl in China als auch in den USA bedeutend größer als in den einzelnen Ländern der EU. Die Finanzierung und Subventionierung der chinesischen Unternehmen ist zudem undurchsichtig. Ob staatlich oder privat - letzten Endes steht der chinesische Staat mit seinen schier unbegrenzten Finanzierungsmöglichkeiten dahinter. Und ihm geht es um wirtschaftliche und politische Vormacht in der Welt. In den USA steht dagegen viel mehr privates Kapital für erfolgversprechende Neuentwicklungen als im zersplitterten Europa zur Verfügung. So sind Gewinne der großen amerikanischen Internetfirmen höher als die Umsätze großer europäischer Unternehmen. Die einzige Chance Europas sehe in der Abstimmung der nationalen Wirtschaftspolitiken und in der Bündelung der nationalen Ressourcen. Das setzt aber echte Partnerschaft und gegenseitiges Vertrauen voraus. Beides ist aber - wenn überhaupt - nur in Ansätzen vorhanden. Wir haben unsere jahrhundertealte Feindschaften und Aversionen entgegen europäischen Sonntagsreden noch lange nicht überwunden. Bei allen europäischen Kooperationen wird nicht ein fairer Ausgleich von Kosten und Vorteilen angestrebt, sondern der maximale Vorteil für den eigenen Staat. Solange wir die militärische Siege über unsere Nachbarn feiern, solange nationale Denkmäler die Nachbarn demütigen, solange Kriegslügen in den Geschichtsbüchern nicht korrigiert werden, solange wir die großen Vertreibungen der Nachkriegszeit gutheißen etc. wird es zu keiner echten europäischen Partnerschaft kommen.

Geld alleine wird die Wirtschaftsprobleme der Eurozone nicht lösen. Konjunkturprogramme beheben keine strukturellen Mängel. Die EZB hat bereits die Geldmenge in der Eurozone drastisch erhöht, ohne die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Sich jetzt von einer deutschen Schuldenorgie Wunder zu erhoffen, ist eine Illusion. Die EZB hat mit ihrer Geldpolitik zwar die südeuropäischen Staaten vor Finanzierungsschwierigkeiten bewahrt, den Staaten der Eurozone aber gleichzeitig den Reformdruck genommen. Gleichzeitig hat sie den Wohlstand in Deutschland gemindert. Sie hat einen hohen dreistelligen Milliardenbetrag von den deutschen Sparern und Mietern abgeschöpft, um den südeuropäischen Staaten niedrige Zinsen trotz schlechter Bonität zu verschaffen. Der Euro ist gescheitert. Ihn vor eine politischen Einigung Europas einzuführen war ein Fehler. Deshalb plädiere ich für die Rückkehr zu den nationalen Währungen oder eine Aufteilung der Eurozone in die in sich kompatiblen Regionen Nord und Süd. Dann kann eine Geldpolitik beschlossen werden, die den Bedürfnissen der einzelnen Länder und Regionen entspricht. Dann kann sich jedes Land auf eigene Verantwortung soweit verschulden, wie es sich wünscht - vorausgesetzt der Finanzmarkt spielt mit.

Es tut mir leid , aber da muss ich widersprechen . Die deutsche Wirtschaft wird ideologisiert . Gefragt wird zuerst nach moralischer Vertretbarkeit , und für die wird auch der Wettbewerb geopfert . Atomausstieg und jetzt Kohleausstieg ist es egal das dies nur für Deutschland gilt auf einen gemeinsamen europäischen Markt . Wir kaufen jeden Strom , nur nicht von Deutschen . 70 Milliarden sollen helfen die verlorenen Jobs zu ersetzen , dabei soll Arbeit doch kein Geld kosten , sondern im Gegenteil das Land reicher machen . Polnischer Kohlestrom wird den deutschen ersetzen , so wie französischer Atomstrom das auch macht . Derweil verteuern wir unseren Strom mit einer hirnrissigen Energiewende . Eingespeist wird wie der Wind weht , und oft gibt es gar keine Abnehmer für den Strom und er wird verramscht . Wir zahlten zirka 22 Milliarden (über die EEG -Umlage) für Windenergie die am Markt gerade mal 1,5 Mrd. brachte . Das beschert uns den teuersten Strom Europas , was ein erheblicher Standortnachteil für unsere Industrie ist . Die Politik legt der deutschen Wirtschaft Steine in den Weg , und hat in dieser Frage kein Problem damit das dies ein deutscher Sonderweg ist . Aber jetzt zu Europa - Faktisch bankrotte Staaten hängen am Tropf faktisch bankrotter Banken , und beide am Tropf der EZB . Die kauft alles und zwingt auch die Banken das Geld zu streuen . Fehlerhafte Geschäftsmodelle werden so funktionierend gehalten , fast wie im Ostblock einst . Geld ist genug da . Im Ostblock sorgte das für leere Regale , in der Eurozone wird es zu steigenden Preisen führen . Sieht man sich die Immobilienpreise und Aktienpreise an haben wir längst eine riesige Inflation . Aber das ist noch Spaß verglichen mit dem was kommen wird .

Yes, economic approaches of Germany and France differ but neither can keep up with the pace of the global development. American and Chinese models also differ and both are more successful in keeping that pace. It is thus obvious that EU does not have to copy a single model but tailor the model to best suit its needs yet still be successful.

I don’t think that internal distrust among citizens of different EU member states prevent any progress because in the global race, success / failure of the single EU economic space has positive / negative consequences for all member states. We could see in the Brexit negotiations that the member states are able to stick together. So for example, Poland and Greece now raise question of reparations from Germany but it does not mean that they wish Germany to be unsuccessful (not only because it would not be able to pay the reparations then :wink: )

That’s why regardless of internal disputes, we should think hard what can be done for EU economy to be more successful. For example, a lot of European start-up companies setup their business in the USA because EU does not have investment environment and facilities. Therefore we should setup counterparts of American institutions in EU, like the EU technological stock exchange. The division between 28/27 member states makes it more difficult but we should choose the global-local approach that I think would be best for any EU institution. In this case, to set up a single EU technological stock exchange (the global principle; so that the choice for European companies is clear) but with branches in every member state (the local principle; so that it was tailored for local conditions in local language and so that local citizens were able to accept is as their own).

Actually, this is a clear difference between EU and the USA. In EU, the political elite performs social and environmental experiments in the name of “global goodness” and these experiments have negative consequences for the economy as well as living standards of ordinary citizens. In the USA, the source of progress is not politicians but the corporations themselves: so for example, big American technological companies are becoming carbon-neutral with energy from renewable sources because it is their corporate policy and also their public relations image with which they can boast in advertisement.

Therefore, we should more pressure on change of the mentality of European corporations to have this social and environmental responsibility as part of their PR, and also of European politicians to get rid of their Messiah-complex and less interfere into the natural development.

“I don’t think that internal distrust among citizens of different EU member states prevent any Progress…”

Du unterschätzt die alten Feindseligkeiten und Vorurteile, die nach wie vor zwischen den europäischen Völkern herrschen. Die anachronistischen Reparationsforderungen Polens und Griechenlands an Deutschland sind nur ein offenkundliches Indiz dafür. Die negativen Grundhaltungen zwischen den europäischen Nationen fördern Rivalität und Misstrauen und verhindern echte Partnerschaft. Echte Partnerschaft ist aber Voraussetzung dafür, die europäischen Ressourcen zu bündeln und auf erstrebenswerte Ziele zu fokussieren. Die politische Energie wird dabei verbraucht, für sein Land die maximalen Vorteile zu erlangen. Europa bleibt dabei auf der Strecke. Es ist eine Binsenwahrheit, dass ein Team, dessen Mitglieder große Abneigungen untereinander empfinden, nicht besonders gut zusammenarbeiten wird. Die Beziehungskonflikte werden immer wieder die sachliche Zusammenarbeit erschweren und gute Arbeitsergebnisse behindern. Deshalb ist es vordringlich, die Beziehungskonflikte nachhaltig zu lösen. Im Hinblick auf den Brexit ist die Geschlossenheit der Rest-EU nur scheinbar. Unter der Oberfläche gibt es durchaus unterschiedliche Haltungen hierzu. Sollte nach dem Brexit Großbritannien sich besser entwickeln als prophezeit, dann wird das den Zusammenhalt der restlichen EU weiter schwächen. Wirtschaftlich starke Staaten und große Nettozahler der EU könnten den Sinn ihrer EU-Mitgliedschaft in Frage stellen. Bündnisse werden auf Zeit geschlossen. Wenn ihr Zweck entfällt, dann lösen sie sich auf. Das gilt auch für EU und NATO.

"The division between 28/27 member states makes it more difficult but we should choose the global-local approach that I think would be best for any EU institution. " Die EU ähnelt dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, das in viele Fürstentümer und freie Reichsstädte aufgespaltet war. Diese Aufspaltung verhinderte eine Bündelung seiner Ressourcen und eine kraftvolle Politik nach innen und außen. Die Uneinigkeit und Schwäche des Reiches machte es zur Beute seiner Nachbarn. Anders Frankreich, das schon sehr früh eine zentralisierte Macht etabliert hatte. Es konnte somit seine Kräfte zu seinem Vorteil bündeln und sich territorial nach Osten und Norden ausdehnen. Einen kleinen Eindruck hiervon gibt der Kampf um das Herzogtum Burgund im 15. Jahrhundert. Der damalige deutsche Kaiser wurde dabei von den deutschen Fürsten und Städten im Stich gelassen, während der französische König über die gesamten Ressourcen Frankreichs verfügte.

“Die deutsche Wirtschaft wird ideologisiert” Ich sehe das Problem eher in der Konzeptionslosigkeit der deutschen Politik. Anstatt zu agieren, reagiert sie. Großprojekte sind zu wenig durchdacht. So die Energiewende. Was nützt der Aufbau von Windkraftanlagen an der Nordseeküste, wenn der von ihnen erzeugte Strom mangels ausreichender Stromleitungen nicht dorthin, wo er gebraucht wird, transportiert werden kann? Frau Merkel zeichnet sich durch große Ankündigungen aus, die aber nicht oder nur ungenügend umgesetzt werden. So hat sie bereits am Anfang der vorletzten Wahlperiode die Digitalisierung auf ihre Agenda gesetzt. Bis heute ist aber wenig geschehen. Auch auf europäischer Bühne lässt Frau Merkel sich von Frankreich über den Tisch ziehen. Sie willigt Kooperationen ein, die Frankreichs Vormachtstellung in Europa ausbauen. Sie duldet die vertragswidrige Geldpolitik der EZB, obwohl sie Deutschland und letzten Endes auch Resteuropa schadet. Es scheint, als fehle der deutschen Politik Selbstbewusstsein, Patriotismus und Ehrgeiz. Die Ressourcen sind vorhanden, sie müssen nur konsequent und geschickt eingesetzt werden, und zwar vorrangig zum Nutzen Deutschlands. Es ist nicht unsere Aufgabe, uns um den Wohlstand l fremder Völker zu kümmern.

Ich denke nicht das es nur auf die Trasse ankommt .Dem Wind ist die Uhrzeit egal . Aber unsere Energiebedarf kennt ein Riesenunterschied zwischen 12 Uhr Mittags und 12Uhr nachts . Wir bräuchten Unmengen an Speicherkraftwerken . Und selbst wenn wir die hätten würden sie unseren Strom so verteuern das die Kosten untragbar wären . Es ist jetzt schon zu teuer , aber da wir gezwungen werden es zu bezahlen ist es ein gutes Geschäft .Aber nicht für uns. Auch nicht für das Klima .Ein mittleres Atomkraftwerk produziert ohne CO2 etwa 1400 bis 2000 KWH . Eine Windmühle etwa 4 bis 12 KWH . Du brauchst etwa 600 Windmühlen um eine Atomkraftwerk zu ersetzen . Nun überlege selber wieviel Energie benötigt wird um die in die Landschaft zu setzen , von der Rohstoffgewinnung über das Betonfundament(4m tief ) bis zu Fertigstellung inklusive des Anschluß ans Netz .Es gibt Experten die bezweifeln das Windmühlen überhaupt die Energie produzieren die für ihren Aufbau benötigt wird .

Die fehlenden Trassen allein sind nicht das Problem. Es ist die Konzeptlosigkeit der deutschen Politik. Nichts ist bis zu Ende gedacht. Alles ist sprunghaft - mehr Reaktion als Aktion. Auch in der EU verkaufen wir uns unter dem Preis. Wir haben unsere D-Mark und unsere geldpolitische Souveränität für unsere gutgläubige Sichtweise auf Europa verschenkt. Jetzt versucht der Franzosenclub uns auch noch seine Wirtschafts- und Finanzpolitik aufzudrängen. Wir sind auf dem Weg, den Status eines abhängigen und ausgebeuteten Rheinbundstaates zur Zeit Napoleons einzunehmen. Wir lassen uns von der französischen Europarhetorik beeinflussen und in jeder Hinsicht über den Tisch ziehen zu lassen. Der Euro dient Frankreich, seine Vormacht in Europa auszubauen. Die deutsche Politik sollte die Notbremse ziehen und den Euro verlassen. Der Euro bedeutet für uns Fremdbestimmung und finanzielle Ausbeutung. Er wird uns letzten Endes unsere Eigenständigkeit und unseren Wohlstand kosten. Unsere Politik sollte aus Selbstachtung diesen Schrecken ohne Ende stoppen und aus dem Euro aussteigen. Damit verlieren wir nichts, was wir nicht schon längst verloren haben. Dabei denke ich vor allem an die uneinbringlichen Target-Forderungen an andere Eurostaaten. Die wirtschaftlichen Philosophien des Nordens und Südens Europas sind unvereinbar. Der Süden preist eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, mit der sie mit ihren eigenen Währungen gescheitert sind. Sie verlangen von Deutschland die Aufgabe einer Politik, die nachweislich erfolgreich war. Mit der D-Mark und der eigenständigen Geldpolitik sind Wirtschaft und Wohlstand in Deutschland stetig gewachsen.

For old times sake I looked at my old friend Aditec’s contributions on this subject and was struck by what little had changed in the last three years or so I’d been away. Aditec is saying much the same now as he did then. It’s almost as if we are all living in a time warp, condemned to go round and round the same time period. The EU seems to be as rigid as ever, unchanging and set in its ways awaiting the forces that will MAKE it change or cause its collapse. The best of luck Aditec, we’ll have gone soon but I hope circumstances are kind to you and to Germany. I still think of the alliance Britain and Germany could have made, instead of being ‘daggers drawn’ and hardly civil to each other.

I still think of the alliance Britain and Germany could have made…

Diese Allianz hätte innerhalb der EU realisiert werden können, wenn Britannien es gewollt hätte. Wir Deutsche teilen mit den Briten mehr Gemeinsamkeiten als mit den Franzosen. Unter dem Deckmantel der deutsch-französischen Freundschaft versucht Frankreich unter Ausnutzung deutscher Ressourcen die Vormacht in Europa zu erlangen und seine Großmachtträume zu realisieren. Frankreich hat sein historisches Beziehungsmuster zu Deutschland im Kern nicht geändert. Es hat es nur den Zeitumständen angepasst. Mit dem Verlassen Britanniens aus der EU erhält die südliche Liga innerhalb der EU ein Übergewicht. Sie wird dieses Übergewicht zu ihrem Vorteil ausnutzen. Wohin die Reise geht, ist in der Eurozone bereits vorgezeichnet: eine europäische Transfer- und Schuldenunion mit dem Zahlmeister Deutschland und dem Chefdirigenten Frankreich. Deutschland als Garant des Euros ist vom Franzosenclub bereits kaltgestellt. Wir tragen die höchsten Risiken und Belastungen, haben aber keinen Einfluss auf die Geldpolitik. Zum dritten Mal in Folge wird ein Vertreter der mediterranen Liga der Chef der EZB. Der vorzeitige Rücktritt der deutschen EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger ist als Protest gegen diese vertragswidrige und den Süden einseitig begünstigte Geldpolitik der EZB zu verstehen. Die deutsche Regierung scheint dies aus mir unerklärlichen Gründen zu dulden. Der Euro ist für Deutschland per Saldo ein Nachteil und ein unkalkulierbares Risiko. Ich bezweifle inzwischen, ob selbst die EU-Mitgliedschaft für Deutschland als solche per Saldo noch vorteilhaft ist. Unsere direkten und indirekten finanziellen Belastungen durch die EU - ganz zu schweigen von den Einschränkungen unserer Souveränität und unserer Bevormundung durch EU-Kommission und EuGH - werden immer umfangreicher. Allein die Abführungen an den EU-Haushalt steigen von Jahr zu Jahr höher: 2019 = 30,99 Milliarden €, 2020 = 37,75 Milliarden €, bis 2023 = 45,96 Milliarden €. Saftige Zuwachsraten! Und nach Ausfall des britischen EU-Beitrages wird die finanzielle Mehrbelastung Deutschlands erheblich ansteigen. (Quelle “Das Parlament - Nr. 38-39 - 16.09.2019”) Die größten und unkalkulierbaren Risiken entstehen aber im Zusammenhang mit dem Euro und der Geldpolitik der EZB. Die EZB forciert ihren Ankauf von südeuropäischen Schrottanleihen und erhöht damit das Risiko für Deutschland. Ihre Negativ-Zins-Politik enteignet deutsche Sparer und Rentenanwärter und belastet deutsche Bürger durch inflationär hohe Immobilienpreise und in der Folge drastisch steigende Mieten. Die deutsche Politik, deren Pflicht es eigentlich ist, das Wohl des deutschen Volkes zu mehren und Schaden von ihm zu wenden, duldet diese räuberischen Aktionen der EZB.